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Montag, 2. November 2009

Gesundheitspläne durch Beitragspreller gefährdet

Wie Spiegel Online berichtet, fehlen den deutschen Krankenversicherungen Hunderte Mio. Euro, da Versicherte ihre Beiträge nicht zahlen. Dieses geht aus einem internen Verbandspapier hervor, welches Spiegel Online vorliegt.
Diese massiven Verluste, welche durch diese Beitragsprellerei entstehen, könnten die Pläne der Schwarz-Gelben Koalition gefährden.

Wie die neusten Zahlen aufzeigen, sollen allein zwischen 1. April 2007 und dem 31. März 2009 die Beitragsausfälle bei Rückkehrern
in die Krankenkassen bei 198,4 Millionen Euro gelegen haben. Bei freiwillig Versicherten soll die Lage dagegen noch gravierender sein,
so sei hier von 431,9 Millionen Euro auszugehen, welche die Versicherten den Kassen schulden.

Offenbar nutzen viele Versicherte die Kassen aus. Hierbei muss allerdings nicht immer Böshaftigkeit im Spiel sein, sondern bei vielen sind auch Liquiditätsprobleme der Grund für Nichtzahlungen.
Die Kassen sind gegenüber diesem Problem weitestgehend machtlos. Während früher Versicherte aus der Krankenkasse nach wiederholten Nichtzahlungen ausgeschlossen wurden, habe man dieses Druckmittel heute nicht mehr, so Ann Marini, Pressesprecherin des GKV-Spitzenverbands

Sonntag, 11. Oktober 2009

Falsche Krankengeschichte - Betrug für Schöheits-OP

Eine Bonnerin wird sich bald auf der Anklagebank wiederfinden.
Die junge Frau rechnete ihre Busenvergrösserung als angebliche Unterleibs-Operation über die Krankenkasse ab.


Viele Frauen träumen von einem größeren Busen und würden dafür auch das Risiko einer Brust-OP auf sich nehmen. Die Kosten dafür sind allerdings nicht unerheblich und werden von den Krankenkassen meistens nicht übernommen.

Einen größeren Busen wünschte sich auch eine damals 25jahrige Bonnerin. Da sie offensichtlich die kostspielige Schönheitsoperation nicht aus eigener Tasche zahlen konnte, suchte sie scheinbar, zusammen mit einen auf Schönheits-OPs spezialisierten Arzt, ein illegales Schlupfloch für die Finanzierung.

Im Mai 2005 ließ sich die Patientin in einer Frauenklinik im Ruhrgebiet zwei Brustimplantate einsetzen. Wenig später reichte die privat Versicherte die Abrechnung über insgesamt 5869 Euro bei ihrer Krankenkasse ein. Von einer Brustvergrösserung war dort allerdings keine Rede mehr. Stattdessen lautete die Diagnose auf Unterleibsbeschwerden. Ein Anästhesist, sowie ein angeblich 19tägiger Klinikaufenthalt wurden ebenfalls in Rechnung gestellt. Die Kasse zahlte den geforderten Betrag.

Erst nach mehreren Jahren flog jetzt der Schwindel auf. Die Patientin muss sich daher im November vor dem Amtsgericht für ihr Verhalten verantworten.
Auch gegen den Schönheitschirurgen läuft ein separates Strafverfahren. Er soll in einer Vielzahl von Fällen ähnliche Täuschungen zu Lasten der Krankenkassen vorgenommen haben.

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Gutverdiener müssen sich auf höhere Kassenbeiträge einstellen

Eine der letzten Entscheidungen der großen Koalition wurde jetzt vom Kabinett abgesegnet. Künftig müssen Gutverdiener mehr Sozialbeträge zahlen. Es entstehen Mehrkosten von bis zu 31 Euro monatlich.

Die Bundesregierung hat die Bemessungsgrenze für die Renten- und Krankenversicherung angehoben.
Der Beitragssatz bleibt zwar somit stabil, aber dennoch müssen viele Arbeitnehmer mehr Geld an die Sozialversicherungen abführen.

Die Beitragsbemessungsgrenze soll für die gesetzliche Rentenversicherung konkret um 100 Euro
auf 5400 Euro im Westen, bzw. 4650 Euro im Osten steigen.

Bei den gesetzlichen Krankenversicherungen ist der Sachverhalt ähnlich. Die Beitragsbemessungsgrenze erhöht sich hier bundesweit einheitlich um 75 Euro auf 3750 Euro monatlich.